Die Ferien haben begonnen und die ganze Familie freut sich auf den Urlaub. Wenn doch nur nicht die Anreise wäre. Da können sich ein paar Stunden schnell wie ein paar Tage anfühlen. „Wann sind wir endlich da?“ oder „Wie lange noch?“ stehen auf der Hitliste der Kinder-Reise-Fragen ganz oben. Nach dem 15. Mal sind dann auch die entspanntesten Eltern genervt. Dabei können wir unsere Kinder gut verstehen. Wer hat schon Lust stundenlang stillzusitzen und Bibi und Tina in der Dauerschleife zu hören? Wir nicht! Und trotzdem meckern wir nicht die ganze Zeit rum, oder? 😉

Nein, im Ernst – die Anreise in den Urlaub ist für alle nicht schön. Sie dauert eben. Daran können wir nichts ändern. Aber wir haben ein paar Tipps für euch, die es bestimmt entspannter machen. Weil sie die Kinder sinnvoll beschäftigen und die dann zufriedener sind. Und zufriedener bedeutet weniger Fragen nach der Restdauer der Reise. Puh… mal sehen, wie das dieses Jahr so klappt. Linda fährt an den Gardasee (-> 6,5 Stunden Autofahrt) und Astrid an die Havel (-> 7 Stunden). Wir werden berichten.

Wenn ihr erfolgreiche Tipps für die Reise in den Urlaub habt, schreibt sie in die Kommentare. Andere Eltern werden froh drüber sein!

Ein Malkoffer für die Reise

Unsere Kinder malen gerne. Und viel. Papier und Stifte sind deshalb unsere treuen Begleiter in Restaurants aber auch auf Reisen. Und damit das ganze Zeug nicht überall rumfliegt, hat Linda einen coolen aber auch praktischen Malkoffer gebastelt. Der Koffer kann nicht nur mit Papier und Stiften bestückt werden. Es gibt auch noch Platz für kleine Büchlein und Glücksbringer. Viel Spaß beim Nachbasteln – wir zeigen euch, wie das geht!

Das braucht ihr für unseren Malkoffer:

  • 1 flachen Karton mit Verschlusslasche (zumindest an der langen Vorderseite)
  • Pappreste von einem anderen Versandkarton (für die Einteilungen der Fächer und zum Befestigen des Bechers)
  • 1 glatte Pappe in der Größe des Kartons (besonders gut eignet sich zum Beispiel die Rückseite von einem Malblock)
  • Klebefolie in eurer Lieblingsfarbe (wie haben grün genommen)
  • 1 Wäscheklammer aus Holz
  • Buchstaben zum Kleben
  • einen Patch zum Pimpen der Wäscheklammer (wie haben einen Schmetterling genommen)
  • 1 Pappbecher
  • 1 Band zum Umhängen (ca. 1,5-2 cm breit)
  • Heißkleber

Zuerst schneidet ihr die glatte Pappe für die Malunterlage zurecht. Sie sollte exakt die Größe des Malkarton haben. Dann beklebt ihr die Malunterlagen-Pappe mit der Klebefolie. Dabei schlagt ihr die Folie um die Kanten und klebt sie an der Rückseite der Pappe fest (außer an der Vorderseite – da wird die Lasche vom Deckel reingeschoben.

Jetzt schneidet ihr euch die Pappwände für die Fächer zurecht. Dafür nehmt ihr zwei rechteckige Pappstücke. Die Länge dieser Pappstreifen richtet sich nach der Größe eures Kartons. Am besten überlegt ihr euch, wie ihr die Fächer eures Malkoffers aufteilen wollt. An der Stelle, an der sich die Pappstreifen kreuzen sollen, schneidet ihr die beiden Pappstreifen mit einer Schere etwas ein und schiebt sie ineinander.

Ihr befestigt eure Trennwände mit Heißkleber. Dazu bestreich ihr alle Kanten der gekreuzten Pappwände mit Heißkleber und drückt sie am Boden und an den Wänden des Kartons fest.

Die mit Folie beklebte Malunterlage klebt ihr mit Heißkleber auf der Oberseite des Kartondeckels fest. Dann könnt ihr den Deckel noch mit den Buchstaben-Aufklebern und der Wäscheklammer pimpen. Zum einfachen Transport des Malkoffers haben wir ein Band an der Unterseite des Deckels festgeklebt. Außerdem haben wir einen Pappbecher als Stiftehalter an die Box geklebt. Dazu haben wir aus einem Pappstreifen eine Papprolle als Abstandshalter gebastelt und damit den Becher am Malkoffer festgeklebt. FERTIG! Für alle, die lieber bewegte Bilder sehen, gibt es noch eine kleine Videoanleitung.

Bonus-Tipp: Die Zeichen-Kartei Kleine Künstler – kleine Schritte

Kennst du diese Bitten: „Mama kannst du mir zeigen, wie man ein Wohnmobil malt?“ Mir als nur mäßig zeichenbegabte Mami bricht bei solchen Fragen regelmäßig der Schweiß aus. „Äh ein Wohnmobil? Wie wäre es mit dem Haus vom Nikolaus?“ Aber keine Sorge… jetzt gibt es ja die wunderbare Zeichen-Kartei von Isabel Dehmel und vier anderen Illustratorinnen. Diese Kartei soll Kindern beim Zeichnen helfen. Oder uns Eltern, damit uns bei den Zeichenwünschen unserer Kinder nicht mehr der Angstschweiß ausbricht 😉

Jede Woche gibt es ein neues Motiv zum Download. Die Karte zeigt dann Schritt für Schritt wie ihr das Motiv ganz einfach selber zeichnen könnt – auch ohne Erfahrung oder viel Zeichentalent. Eine ganz tolle Idee. Schaut mal rein und packt euren Kindern die Karten mit den Malkoffer. Einfach ausdrucken und laminieren und los geht’s.

Diese Motive gibt es zum Runterladen:

  1. Das Wohnmobil (Isabel Dehmel)
  2. Die Sonne (Sandy Thissen)
  3. Die Palme (Steffi Abt-Seitzer)
  4. Die Wassermelone (Ilka Roehling)
  5. Eimer und Schaufel (Doro Kaiser)
  6. Das Flugzeug (Isabel Dehmel)
  7. Der Tukan (Sandy Thissen)
  8. Der Krebs (Steffi Abt-Seitzer)
  9. Die Schildkröte (Ilka Roehling)
  10. Limonade & Faultier (Doro Kaiser)

Rätselspass gegen die langeweile

Rätselraten ist unser 2. Reisetipp. Unsere Kinder lieben das ganz klassische „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ aber auch komplexere Ja-Nein-Rätsel (oder auch laterale Rätsel genannt). Dabei muss mit geschickten Fragen, auf die man nur mit Ja oder Nein antworten kann, die Lösung zu einer Geschichte erraten werden. Und weil Lindas Mädels außerdem voll auf Überraschungseier stehen, hat Linda für die Autofahrt diese niedliche Rätselboxen gebastelt. Jede halbe Stunde dürfen die Kids ein Ei öffnen und dann geht er los der Rätselspaß.

Dafür brauchst du einen oder mehrere Eierkartons und viele Ü-Eier oder andere Plastikeier, die man öffnen kann. Den Eierkarton kannst du bemalen, mit einer Pompom Bordüre verzieren oder auch nicht. Wir haben die Eier mit kleinen Blüten gepimt – ist aber kein Muss.

Denn das Herzstück diese DIY Rätselbox sind die Rätsel. Dafür bereitest du auf Zetteln kleine Rätsel vor und versteckst sie in den Eiern. Inspiration für die unterschiedlichsten Rätsel findest du überall im Netz – hier zwei Beispielwebseiten:

Wir lieben aber auch kreative Aufgaben. Wie das Geschichten-Erfinden. Zum Beispiel kannst du eine Box machen, bei der jedes Ei ein Wort enthält. Es werden 3 Eier gezogen. Das Kinder (oder auch mehrere gemeinsam) erfinden mit den 3 gezogenen Wörtern eine lustige, traurige oder spannende Geschichte. Unsere Wörter sind: Wiese, Nashorn, Wühlmaus, Schnupfen, blaues Gras, schleichen, „Juhu, ich weiß wie es geht!“, Indianer, grüne Socke.

Was wir sonst noch so auf der Reise im Einsatz haben

Zum Schluss möchten wir euch noch einen Blick in unsere Trickkiste geben. Darin sind einige Dinge, die sich bei unseren Reisen mit den Kids bewährt haben. Ja es ist auch das ein oder andere Elektronikteil dabei. Das finden wir aber auch ok, solange die Kinder sich nicht die ganze Fahrt nur zudröhnen. Für uns macht die Mischung das Gift.

  1. Musikplayer: Egal ob CD-Player, MP3-Player oder so wie bei uns die Tonie-Box*. Wir empfehlen euch auf jeden Fall einen Player für Musik oder Hörspiele. Aber Achtung – nie ohne unseren 2. Tipp mitnehmen! 😉
  2. Kopfhörer: Unsere Kinder lieben Musik und Hörspiele. Leider ist ihre Wahl nicht immer auch unser Geschmack. Vor allem haben wir keine Lust auf 3 Stunden Bibi und Tina in der Dauerschleife. Deshalb haben unsere Kinder immer Kopfhörer dabei. Und Lindas Mädels eine Verzweigung damit beide Kopfhörer an eine Tonie-Box angeschlossen werden können. Tipp: Damit die Ohren meiner kleinen Tochter keinen Schaden nehmen, habe ich einen Kinder-Kopfhörer* gekauft. Da ist die maximale Lautstärke gedeckelt.
  3. Tiptoi: Für den Tiptoi Stift* gibt es viele Bücher und Spiele, mit denen sich die Kids die Langeweile vertreiben können. Meistens lernen sie sogar noch etwas dabei. Passend zum Thema Reise gibt zum Beispiel eine Reise-Rätsel-Box für unterwegs* oder eine Abenteuergeschichte rund um die Welt.* Wichtig: Auch an den Tiptot-Stift kann ein Kopfhörer angeschlossen werden! Unbedingt machen… ansonsten kann der Stift nervtötend sein. Denn Kinder lieben Wiederholungen 😉
  4. Wisch-Weg-Bücher: Wir lieben diese Bücher mit kleinen Rätseln und Malaufgaben. Mit dem beigelegten Stift können die Aufgaben gelöst und nachher wieder weggewischt werden. So kann das Buch von mehreren Kindern genutzt werden. Gibt es zu ganz vielen Themen. Beispiele: Auf Reisen*, Im Urlaub*, Im Meer*, Bei den Piraten*, Im Weltraum*
  5. Kuscheltiere: Die Lieblingskuscheltiere sitzen bei uns natürlich auch auf dem Rücksitz. Meistens sogar noch ein Schmusekissen. Und wenn wir viel Glück haben, wird damit auch ne Runde geschlafen.

Jetzt wisst ihr, wie wir uns die Fahrt in den Urlaub angenehmer machen. Wir sind schon gespannt auf eure Geheimtipps. Schreibt uns in die Kommentare. Wir freuen uns.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Provision-Links. Wenn du darauf klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen wir von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis dadurch nicht.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.